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Trödel-Show: “Dann sag das doch vorher” – Gemälde sorgt bei “Bares für Rares”-Händlern für Zoff

Trödel-Show: “Dann sag das doch vorher” – Gemälde sorgt bei “Bares für Rares”-Händlern für Zoff




“Es ist viel zu groß für mein Haus.” Mit einem stattlichen Gemälde kommt Doris Gerth aus Pulheim am Montag zu “Bares für Rares”. Die Übersetzerin will das Erbstück endlich los werden. “Es entspricht nicht meinem Geschmack”, sagt sie über das dunkle Kunstwerk, das den Ur-Ur-Ur-Urgroßonkel ihres verstorbenen Mannes darstellt. Doch nicht die Leinwand, sondern der Rahmen sorgt für eine Überraschung.Moderator Horst Lichter ist beeindruckend von der Größe des Gemäldes, das eine Tür ausfüllen könnte. “Ein tolles Ding. So ein Gemälde in so einem Rahmen gehört in ein großes Gebäude”, sagt er. Verkäuferin Gerth weiß über das Kunstwerk und den darauf abgebildeten Verwandten nicht viel. “Er hat in Breslau und Stettin gelebt und war Kaufmann”, sagt die 59-Jährige. Doch “Bares für Rares”-Experte Colmar Schulte-Goltz kann helfen.”Bares für Rares”-Experte sorgt für eine Überraschung”Für mich ist es das Bild eines Fabrikanten, der zu Wohlstand gekommen ist. Sonst hätte er sich nicht malen lassen”, sagt der Experte. Das Bildnis sei stark nachgedunkelt, deswegen wirke es sehr düster. Es sei jedoch außerordentlich fein gemalt. “Der Künstler Adolf Zimmermann ist ein recht bekannter Maler, der überall in Deutschland tätig war und sein Handwerk verstand”, sagt er und datiert das Bild auf 1859. Leider weise die Leinwand ein paar Beschädigungen auf, was den Wert mindere.”Was willst du dafür haben?”, fragt Horst Lichter die Verkäuferin. Die gibt sich bescheiden: “Zwischen 350 und 500 Euro.” Zu wenig, wie Experte Schulte-Goltz erklärt – und sorgt mit seiner Expertise für eine große Überraschung. “Es hat einen tollen Rahmen, der mit Blattgold gemacht ist. Der ist allein schon 800 bis 1000 Euro Wert”, klärt er auf. Den gemalten Mann nehme man als “Beifang” mit. Den Gesamtwert beziffert er damit auf 1500 bis 1800 Euro. Doch was sind die Händler bereit zu bezahlen?Susanne Steiger und Julian Schmitz-Avila im Bieterclinch”Imposanter Rahmen”, sagt Julian Schmitz-Avila, als er das Kunstwerk sieht. Auch die anderen Händler sind begeistert. Walter “Waldi” Lehnertz startet mit 450 Euro, doch schnell schießen die Gebote nach oben. Susanne Steiger und Schmitz-Avila liefern sich ein Bietergefecht, das in einem kleinen Scharmützel endet. Als er 1150 bietet, fragt er die Verkäuferin: “Was sagen sie dazu?” Doch Steiger grätscht dazwischen und überbietet ihn mit 1200 Euro. “Das macht die Susanne immer. Immer wenn ich frage, kommt sie mit einem Gebot. Dann sag das doch vorher,” reagiert er verschnupft und legt mit 1250 Euro nach. Doch Susanne geht auf seinen Angriff gar nicht ein, sondern antwortet mit einem neuen Gebot:1300 Euro. “Ich bin raus”, sagt Schmitz-Avila sichtlich angefressen.Doch bei den beiden Streithähnen ist am Ende alles gut. “Das ist einer der tollsten Rahmen, die wir hier jemals hatten”, sagt Schmitz-Avila anerkennend zu Steiger. Die kann sich einen kleinen Seitenhieb nicht verkneifen: “Darum habe ich es gekauft.”



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Publish date : 2019-06-24 12:22:38

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